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Michael Flury

Michael Flury (*1983) studierte an der HMT Z Hochschule Musik und Theater Zürich in der Fachrichtung Jazz und Popularmusik. Ob als Posaunist von Sophie Hunger, Stephan Eicher  und Gisbert zu Knyphausen (aktuelles Album: Lass irre Hunde heulen) oder in seinen eigenen Projekten – Michael Flury überzeugt mit seinem sensiblen und intensiven Spiel. Er tritt aber nicht nur als Interpret, sondern auch als Mastermind für visionäre Musikprojekte hervor. Für die Ausstellung Chavín – Perus geheimnisvoller Anden-Tempel im Museum Rietberg 2012 konzipiert er eine Klanginstallation. In diesem Prozess erlernt er das Spiel auf dreitausend Jahre alten Meeresschneckentrompeten, sog. pututus. Seither spürt er der Mystik ältester Musikpraxis nach – sei dies durch eine musikalische Wiederbelebung der Raumsonde Voyager (NASA Golden Record, 1977) oder synästhetische Musikperformances mit Urklängen aus Peru oder historischen Aufnahmesession mit der Technologie von Thomas A. Edison.

Durch eine langjährige Recherche- und Produktionsphase sind sein eigenes Unternehmen MUK Musik und Kultur und mehrere Musikgruppen entstanden: Der Zürcher Schneckenchor ZSC, Flury And The Nuborns, Tanzmusik 3000 und das Musik- und Gesprächsformat Voyager 3. Mit Meeresschneckentrompeten, Wachszylindern, Edison-Phonograph und der Goldenen Schallplatte wird aus Vergangenheit und Zukunft eine neue und sinnliche Gegenwart. Die Stärke von Michael Flury ist es, in all den verschiedenen Projekten eine ganz eigene und persönliche Sprache zu sprechen. Aktuell konzertiert er mit seiner Nuborns, der neuen Band Tanzmusik 3000, dem Duo Patrick Hollenstein (Planet Detroit) und mit den zwei Ausnahmepianistinnen Vera Kappeler und Simone Keller auf vielen Bühnen.

Website: musikundkultur.com

Nominiert vom Kanton Zürich